Manaus (22.8. - 25.8.)

 

Ca. 3,5 Stunden dauerte der Flug von Rio über Brasilia nach Manaus. Es war schon beeindruckend, über Hunderte Kilometer Regenwald zu fliegen, bis man den Amazonas sieht und plötzlich eine Millionenstadt auftaucht.

Die Zeit hier war ein organisierter Reisebaustein, was wir auch mal genossen haben. So musste man sich keine Gedanken machen über Transfers etc., sondern konnte einfach genießen. Abgeholt wurden wir am Flughafen von Erwin, einem gebürtigen Venezuelaner deutscher Abstammung, der uns die ganzen Tage exklusiv begleitete. 

Wir fuhren zuerst eine knappe Stunde zum Hafen. Von dort aus machten wir uns mit einem kleinen Dampfer auf den Weg entlang des Amazonas zu unserer Lodge, was gut zwei Stunden dauerte.

Die Fahrt begann an der Stelle, an der die beiden Flüsse Rio Negro und Rio Solimões zum Amazonas zusammenfließen, bekannt unter dem Namen Meeting of the Waters.

                       

Die beiden genannten Flüsse fließen auf mehreren Kilometern nebeneinander her, da sie sich in Temperatur, Geschwindigkeit und Dichte unterscheiden. Da sie unterschiedliche Farben haben, war das sehr schön zu sehen.

Wir erlebten gleich live, was es heißt, fast direkt am Äquator zu sein. Das Wetter war bei der Abfahrt noch total schön, plötzlich kam von jetzt auf nachher eine dunkle Wolke, die einen richtigen schönen tropischen Regenguss abließ. Es hat geregnet, wie es daheim selten regnet. Genauso schnell wurde es aber auch wieder schön.

                       

Diesen prompten Wetterwechsel hatten wir des öfteren, es war jedoch öfter schön, als dass es regnete. Es war nämlich "Trockenzeit" in Manaus.

Unsere Lodge, das Amazon Village, lag direkt am Wasser in einem der unzähligen Seitenarme des Amazonas. Es besteht aus gut 40 kleinen Doppelhäuschen, süß eingerichtet, sogar mit Dusche und WC. Die Anlage ist sehr gepflegt, hat eine interessante Flora und Fauna, man war mitten im Urwald.

                       

Die Verpflegung war optimal, wir hatten Vollpension, die Auswahl an Gerichten und Früchten war reichhaltig ohne Ende. Es war kulinarisch ein Hochgenuss.

                   

Schon gleich am ersten Abend ging der erste Ausflug los. Mit dem Boot sind wir im Dunklen auf den Amazonas. Mit Taschenlampen wurde nach Kaimanen Ausschau gehalten; die Augen dieser Tiere reflektieren das Licht, daher sind sie gut erkennbar. Wir waren vier Touris und vier Guides, die Betreuung war phänomenal. Einer der Guides holte mit bloßen Händen einen Kaiman ins Boot.

                       

Am zweiten Tag gingen wir mit unserem Guide Erwin und einem Indianer namens Luis auf Dschungeltour. Das war einfach fantastisch. Diese Vielfalt an Pflanzen war beeindruckend. Ebenso die Kenntnisse des Indianers. Wir haben Vogelspinnen und Riesenameisen aus Ihren Behausungen gelockt, zum Schluss sind wir zu "Dschungelkönigen" ernannt worden.

                       

Nach dem Mittagessen sind wir dann zu Einheimischen gefahren. Die leben so was von einfach, das war schon übel. Da habe ich mal wieder mein Zuhause geschätzt. Interessant sind die Haustiere. Irgendwie hat jeder einen Affen, manche haben auch Faultiere, einfach bemerkenswerte Tiere. Auf unserer Fahrt hat einer unserer Guides sogar eines davon aus dem Fluss gerettet.

                               

Am dritten und letzten Tag sind wir dann Piranhas fischen gegangen. Mit dem Boot sind wir an eine ganz urige, seichte Stelle gefahren, um mit Bambus-Angeln auf Piranha-Jagd zu gehen. Diese haben wir später bei Einheimischen gegrillt und genüsslich verzehrt.

                       

Bei diesen Einheimischen haben wir einen netten "Kautschuk-Baron" kennen gelernt, der Spaß daran hatte, uns zu zeigen, wie man mit Hilfe von Vulkanisierung Gummi gewinnt. Es war recht interessant, das zu betrachten.

               

Gegen Nachmittag haben wir uns auf den Rückweg nach Manaus gemacht, wo wir im Hotel Tropical noch eine Nacht verbracht haben, bevor wir am nächsten Morgen in aller Frühe weitergereist sind nach Fernando de Noronha.

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